Googles Android Handy

Im Jahr 2007 schien Google in direkte Konkurrenz zu Apple treten zu wollen. Denn als Apple das erste iPhone herausbrachte, mehrten sich Gerüchte, dass Google nun sein eigenes Smartphone produziere. Diese Gerüchte haben sich als falsch erwiesen. Das neue Projekt Googles war nichts weiter als ein innovatives Betriebssystem für Smartphones, das seit Markteintritt in immer mehr Telefonen eingebaut wurde. Android zeichnet sich dabei nicht nur durch neue Features aus, sondern auch das Marktmodell: Open Source.

Open Source?

Bei Open Source handelt es sich um ein Konzept, dass für Software insbesondere am Anfang der 90er-Jahre bekannt wurde. Das Betriebssystem Linux ist ein Fall von Open Source, genauso wie der MS Office-Konkurrent Open Office oder in Grenzen die diversen Mozilla Projekte. Die Quellcodes all dieser Systeme sind frei verfügbar und können von allen Interessierten verändert und modifiziert werden. Gestützt wird dieses Konzept von der Open Source Initiative (OSI), die sich als zuständig für die Definition von Open Source und freier Software sieht. Für Android bedeutet dies, dass es von jedem frei modifiziert werden, aber nicht als Besitz in Anspruch genommen werden kann. Dies erlaubt eine enorme Innovationsgeschwindigkeit, die nicht durch Geldmangel behindert werden kann. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit dies für Google interessant ist. 2003 kaufte Google das Android, um zukünftig in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Open Handset Alliance ein Betriebssystem für Mobiltelefone, Smartphones, Tablets und Netbooks mit Touchscreen zu entwickeln. Es basiert auf der Linux-Kernel 2.6 und wurde zuerst beim HTC Dream (beziehungsweise T-Mobile G1) implementiert. Für die Hersteller von Tablets, Telefonen und Netbooks ist der Vorteil klar: Ein gutes Betriebssystem, dass frei verfügbar ist und nur minimal modifiziert werden muss. Für Google liegt der Vorteil darin, dass Android zu großen Teilen von Google Apps lebt. Prominent dabei ist nicht nur die generelle Suchfunktion, sondern insbesondere auch Google Maps, das über Global Positioning und Bewegungssensoren als tatsächliches GPS verwendet werden kann.

Keine feststehenden Fakten

Da es sich um Open Source handelt, gibt es unzählige Varianten des Android-Betriebssystems. Die Standard-Oberfläche ist recht schlicht gehalten und wird nur durch drei Tasten für “Home”, “Menü” und “Zurück” unterstützt. In den verschiedenen Handys finden sich aber zahlreiche Abwandlungen, so dass sich unter Anderem zusätzliche Schaltflächen finden. Ansonsten gibt es die Standardangaben für Uhrzeit, Signalstärke, Akku, Internet, WLAN und Bluetooth, die durch gelegentliche Systemmeldungen (die auch von abonnierten Internetservices, wie Google News stammen können) ergänzt werden. Natürlich kann auch der Kunde selbst Modifikationen über eingekaufte Apps vornehmen.