Das weite Feld der Smartphones
Smartphones sind die nächste Stufe auf der Evolutionsleiter der Telefonie. Dies geht soweit, dass nicht genau gesagt werden kann, ob es sich nun um ein multimediales Telefon oder einen Computer mit Telefonie-Funktion handelt. Primitive Varianten der Smartphones gab es bereits in den frühen 90er-Jahren. Die damaligen Smartphones deckten die Bereiche ab, die heute von den meisten normalen Handys abgedeckt werden. Sie hatten Adressbücher, eine Uhr und einen Rechner. Auch Internetzugang war möglich. Auch die frühen Modelle wiesen bereits einen Touchscreen auf. Doch was bedeutet der Begriff „Smartphone“ heute?
Smartphone oder Organizer
Smartphones sind für das ungeübte Auge kaum von anderen Multimediageräten, wie PDAs oder Organizern zu unterscheiden. Auch vom Handy unterscheiden sie sich maßgeblich, da sie von ihrer Form her nicht für das Telefonieren optimiert sind. Ein weiteres wichtiges Merkmal der Smartphones ist die Offenheit gegenüber Drittherstellern. Programme, sogenannte Apps, müssen nicht nur vom Smartphone-Hersteller bezogen werden, so dass ein großes Angebot besteht. Diese Apps befassen sich zum Beispiel mit der Benutzeroberfläche des Smartphones und optimieren diese oder sie erweitern die Nutzung von Sensoren, wie GPS-Empfänger, Kamera und ähnlichem. Die multimedialen Mobiltelefone sind natürlich auch internetfähig, wobei verschiedene Verbindungsprotokolle wie Bluetooth, W-Lan oder Infrarot verwendet werden. Auf diese Weise kommen Chats oder Email-Korrespondenzen zustande, während gleichzeitig SMS geschrieben werden können. In einigen Modellen ist sogar das Empfangen von Fernsehsendungen möglich.
Gegenbewegung
Längst nicht jeder sieht die Multifunktionalität der Smartphones als Segen an. Sie wird in manchen Fällen als Reizüberflutung und damit Spielerei wahrgenommen. Da Smartphones überdies relativ kleine Bildschirme haben, wird die Eignung für das Lesen von Internetseiten in Zweifel gezogen. Als Gegenreaktion wird für Einzelgeräte plädiert, die die jeweiligen Aufgaben effektiver erfüllen könnten (etwa im Falle der Kamera). Da die Technik aber auch im Falle der Smartphones nicht stillsteht, kann sich diese Kritik in der Zukunft als unhaltbar herausstellen. Bereits jetzt weist die Kamera des iPhone 4 eine Kamera mit 4 Megapixeln auf. Letztlich mag der App-Djungel, wie auch die Überfunktionalität für manche ein Abschreckungsfaktor sein, für andere ein Kaufanreiz.