Die unterschiedlichen Industrieroboter

Ohne die Robotik wäre die heutige Industrie nicht denkbar. Viele Arbeitsschritte werden gerade in Fabriken zunehmend von Robotern erledigt. Aber auch im Servicebereich, also in der Bank, der Bahn, aber auch immer öfter in Cafés, finden sich Roboter und Automaten. Was für Karl Marx noch eine Horrorvision war, ist für den heutigen Menschen vor allem eine Erleichterung und Steigerung der Effektivität. Sogar Häuser können inzwischen von Robotern zusammengesetzt werden. Doch nur die wenigsten wissen, wie ihr neues Auto oder Handy zusammengesetzt wurde.

Die Einsatzgebiete

Für nahezu jeden Arbeitsschritt in der Fabrik (zum Beispiel bei der Autofertigung) gibt es vorgesehene Industrieroboter. Wichtig dabei sind natürlich die Schweißroboter, die die angelieferten Teile miteinander verbinden. Aber auch dort gibt es Unterscheidungen, etwa zwischen dem Bahn-, Widerstands-, Bolzen-, oder Laserstrahlschweißen. Werden Teile auf andere Art und Weise verbunden, geschieht dies über Fügeroboter, die Falzen, Kleben, Schrauben oder Zusammendrücken können. Teile müssen natürlich auch zugeschnitten werden. Zu diesem Zweck finden sich die verschiedensten Formen von Schneidwerkzeugen. Vom Messer bis zum Laser ist alles vertreten. Vor dem Lackieren wird das Produkt noch geschliffen, was wiederum von einem dafür vorgesehenen Automaten verrichtet wird. Damit alles seine Richtigkeit hat, gibt es Messroboter, die nicht nur in der Automobilindustrie Messungen vornehmen. Vorarbeit gibt es in der Industrie natürlich auch. Diese wird in manchen Fällen von Robotern übernommen, die stapeln, verpacken, palettieren und montieren können.

Und die Menschen?

Auch wenn viele Bereiche der Industrie nun durch Industrieroboter abgedeckt werden, hat der Mensch immer noch seinen festen Platz in der Arbeitswelt. Bestimmte Aufgaben, zu denen auch selbstverantwortliches Arbeiten und Eigeninitiative gehört, können noch lange nicht von einem Industrieroboter übernommen werden. Auch die Programmierung muss natürlich vom Menschen vorgenommen werden. Damit die Entwicklung nicht stagniert, wird sie in Einrichtunge wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder dem Fraunhofer-Institut vorangetrieben. Nicht zuletzt geht es bei der Entwicklung um die Verbesserung der Sicherheit. Gerade Fabrikarbeiter, die noch nicht mit den Bewegungen der Industrieroboter vertraut sind, können von den Füßen gehoben werden. Aus diesem Grund verlässt man sich meist auf Lichtschranken, die der Bewegung des Roboters Einhalt gebieten, sobald sich ein Objekt durch sie hindurchbewegt. Aber auch Eigensensorik befindet sich auf dem Vormarsch: Der Roboter erkennt, wenn ein Mensch zu nah kommt.