Ferngesteuerte Roboter zum Spielen

Neben Playstation und Xbox finden sich immer noch klassische Spielzeuge im Kinderzimmer. Ein Spielzeug, dass nicht nur etwas für die Kleinen ist, sind Roboter. Sie werden nicht nur von Kindern geliebt, mittlerweile gibt es sogar kleine Fussballturniere mit Robotern. Ganz nach dem Motto: Der beste Programmierer gewinnt. Nicht selten kann der Roboter auch das, wegen Mietvertrag nicht mögliche, Haustier notdürftig ersetzen.

Mechanische Hunde und Menschen

Ferngesteuerte Roboter gibt es in einer großen Bandbreite. Nahezu alle Formen sind vertreten. Ob nun auf Rädern oder Beinen, mit Armen oder Schaufeln, so ziemlich jede Variation gibt es für das Kinderzimmer. Auch für Erwachsene am Interessantesten sind dabei diejenigen Roboter, die von der Bewegung her Menschen oder Tieren sehr ähnlich sind. Am Bekanntesten ist dabei wohl der Roboterhund Aibo der Marke Sony. Die vom Haushund nachgeahmte Bewegung und nonverbale Kommunikation waren insbesondere in Japan ein beliebter Hundeersatz. Der Erfolg Aibos führte bei Sony zur Entwicklung eines humanoiden Roboters namens QRIO, der als erster Roboter rennen und Scheinkonversationen führen konnte. Beide Modelle wurden inzwischen eingestellt. Trotzdem fanden bis 2008 immer wieder Fussballturniere mit dem Aibo statt, denn er lässt sich über eine Schnittstelle neu programmieren. Die Robotik entwickelt sich immer weiter und kommt damit auch der Kinderstube zugute.

Programmieren für Kinder (im Geiste)

Man könnte meinen, dass ferngesteuerte Roboterim Gegensatz zu den neuen Spielekonsolen eher eine klassische Spielzeugvariante sind. Das ist aber ein Irrtum. Denn die immer komplexer werdenden Roboter, die sich von den Kindern in verschiedenen Systemen auch nach Belieben neu zusammensetzen lassen, sind in vielen Fällen auch programmierbar. So war es etwa bei der Lego Mindstorms-Serie der Fall, bei der Kinder ihre Eigenkreationen über primitivere Programmiersprachen, aber auch über zum Beispiel BASIC, selbst einstellen konnten. Doch selbst, wenn es nicht um komplette Eigenkreationen geht: Fertige Spielzeugroboter haben heutzutage so viele Funktionen, dass programmierbare Fernbedienungen oft Teil des Zubehörs sind. Ohne verschiedene Makros, die man auf der Fernbedienung einstellen kann, wären viele komplexere Bewegungsabläufe auch gar nicht möglich. Natürlich muss es nicht immer so kompliziert sein. Einfache Modelle gibt es nach wie vor. Meistens führen sie sehr schlichte Befehle aus, wie Fortbewegung, Greifen oder das Abschießen von Spielzeugmunition. Zum Spielen reicht dies natürlich aus. Wer aber mehr über die Technik erfahren und seinen Horizont erweitern möchte, der sollte zu den komplexeren Modellen greifen.