GPS Geräte lösen langsam aber sicher Straßenkarten ab
Als das GPS System in seinen Anfängen entwickelt wurde, konnten die an der Entwicklung beteiligten Wissenschaftler wohl kaum ahnen, welchen Erfolg das System eines Tages feiern würde. Anfangs war das GPS System (“Global Positioning System”) nur für den militärischen Bereich konzipiert. Das amerikanische Militär wollte damit seine Truppen zielgenauer und sicherer durchs feindliche Gebiet schleusen.
Meilensteine in der geschichtlichen Entwicklung
Seit den 1970ern wurde an dem System geforscht, im Jahr 1990 war es schließlich funktionsfähig und stand anfangs nur den US-Streitkräften und deren Verbündeten zur Verfügung. Im Jahr 1995 gab die US-Regierung das GPS System zur zivilen Nutzung frei, hat aber nach wie vor die Kontrolle über das System. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde es zum Beispiel für die zivile Nutzung gesperrt, so dass allein nur noch das US-Militär GPS Signale empfangen konnte.
Ab 1995, als die ersten Navigationssysteme für den zivilen Bereich auf den Markt kamen, wurden Navigationssysteme schnell zum Verkaufsschlager. Anfangs waren die Geräte noch eher teuer und lagen in derselben Preisklasse wie ein günstiges Notebook, inzwischen bekommt man ein Markenprodukt aber schon ab zirka 90 Euro.
Schon die Hälfte aller Deutschen ist mit Navi unterwegs
Das GPS-, beziehungsweise das Navigationssystem, ist inzwischen schon so beliebt, dass die gute alte Straßenkarte oder Wanderkarte langsam davon abgelöst wird. Laut einer aktuellen Umfrage verwenden inzwischen beinahe 50 Prozent der Deutschen lieber ein Navigationsgerät, um ihre Urlaubsreise zu planen, als eine übliche Straßenkarte. Auch sogenannte Navigations – Apps für das Mobiltelefon erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – schon jeder 20igste nutzt solch eine App, wie die Ergebnisse der Umfrage vermuten lassen. Kein Wunder, wenn man an die Vorteile denkt, die ein Navigationssystem gegenüber einer herkömmlichen Straßenkarte bietet: nicht nur dass das mühsame Suchen der richtigen Route entfällt, sondern auch das ständige Nachschlagen im Straßenatlas bleibt einem erspart.
Mehr Männer als Frauen lassen sich vom Navi lotsen
Die Navigationsgeräte, so geht weiter aus der Umfrage hervor, werden eher von Männern als von Frauen genutzt. 53 Prozent der Männer lassen sich von solch einem Gerät lotsen, bei den Frauen sind es „nur“ 43 Prozent. Frauen nutzen teilweise eher noch den guten alten Reiseführer, der neben den benötigten Karten und Routen auch weitere nützliche Informationen enthält.
Inzwischen sind die Navigationssysteme derart optimiert und fortschrittlich, dass sie meist sehr schnell auf Veränderungen im Straßenverkehr reagieren. Sei es die Sperrung einer Straße, Umleitungen, oder auch Staus – all dies wird im Idealfall vom Navi schnell erkannt und dem Nutzer mitgeteilt. Außerdem ist es mittlerweile sogar schon möglich, sich die Synchronstimmen von Schauspielern oder Stars auf das Navi runterzuladen – anstatt einer monotonen Computerstimme weist einem dann beispielsweise die Synchronstimme von Bruce Willis den Weg in den Urlaub.