Elektronisches Textil

02.07.2010 admin Trends 0 Kommentare

Elektroingineure der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich haben eine neue Technik entwickelt, um elektronische Teile wie leitende Fäden und Sensoren in Textilien einzuweben. Die Innovation daran? Die Textilien lassen sich bei 30 Grad waschen und können in herkömmlichen Bandwebemaschinen in großer Menge hergestellt werden.

Wie weit sollen die Tech-Trends noch gehen?

Dass wir nun auch schon Elektronik in unserer Kleidung tragen, ist bisher noch umstritten und derzeit in der Entwicklung. Die Elektroingineure der ETH Zürich haben allerdings bewiesen, dass es funktioniert. Sie haben die neue Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Dünnfilmelektronik und miniaturisierte kommerziell erhältliche Chips in Form von Plastikfasern in Kleidungsgewebe einzunähen und direkt in die Struktur des Stoffes zu integrieren.

Pilotprojekte: Tischtuch und Unterhemd

Um die Funktionsweise und die Idee anschaulich zu präsentieren, haben die ETH-Forscher zwei Demonstrationsobjekte entwickelt. Auf ein Tischtuch sind funktionale Stoffbahnen aufgenäht und an Messgeräte angeschlossen, die die Temperatur- und Feuchtigkeit des Tischtuchs messen und durch verwobene LED erhellt werden können. Das zweite Projekt ist ein Unterhemd, das mit Hilfe verwobener Elektronik im Stoff die Körpertemperatur des Trägers messen kann. Beide Textilien haben die Besucher scheinbar überzeugt und gleichermaßen beeindruckt. Allerdings muss das Gewebe in jedem Fall zusätzlich mit Strom versorgt werden, um die Messungen durchführen zu können.

Einsatz und Verwendung

Wozu sollen derartige elektronische Kleidungsstücke nun notwendig sein? Die Forscher sehen die verwobene Elektronik angewandt im medizinischen wie sportlichen Bereich: bei Patienten könnte durch derart „elektronische Textilien“ die Herzfrequenz überwacht werden, Athleten im Training oder der Rehabilitation unterstützt oder auch Nothelfer und Feuerwehrleute überwacht werden.

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